{"id":48,"date":"2016-07-09T12:10:24","date_gmt":"2016-07-09T12:10:24","guid":{"rendered":"http:\/\/ngoberuhldingen.de\/?page_id=48"},"modified":"2025-12-04T10:50:04","modified_gmt":"2025-12-04T10:50:04","slug":"geschichte-der-streibehexen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ngoberuhldingen.de\/?page_id=48","title":{"rendered":"Geschichte der Streibehexen"},"content":{"rendered":"<p>Nach den schweren Jahren des Krieges, die schwere Not mit sich brachten, war im Jahr 1949 die Fasnacht offiziell noch verboten. Acht Frauen aber reizte es m\u00e4chtig, mal wieder als \u201eM\u00e4schkerle\u201c durch den Ort zu jucken.<\/p>\n<p>Als Hexen verkleidet, fegten sie mit ihren langen Besen durch Oberuhldingen. Dies war die Geburt der Hexenzunft Oberuhldingen, die sp\u00e4ter den Namen Streibehexe erhielten. Diese acht Gr\u00fcndungshexen, die in einer schweren Zeit viel Mut bewiesen, waren:<\/p>\n<ul>\n<li>K\u00e4the Buck<\/li>\n<li>Luise Sauter<\/li>\n<li>Emilie Kessler<\/li>\n<li>Ida Stengele<\/li>\n<li>Sofie Knobloch<\/li>\n<li>Maria Wagner<\/li>\n<li>Rosa Mors<\/li>\n<li>Walburga Wulf<a href=\"https:\/\/ngoberuhldingen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Urkunde.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-93\" src=\"https:\/\/ngoberuhldingen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Urkunde-222x300.jpg\" alt=\"Urkunde zur Gr\u00fcndung der Hexen\" width=\"199\" height=\"269\" srcset=\"https:\/\/ngoberuhldingen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Urkunde-222x300.jpg 222w, https:\/\/ngoberuhldingen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Urkunde.jpg 595w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Backstube des B\u00e4ckers Adolf Mors, die schon damals in der Aachstra\u00dfe war, wo sich noch heute eine B\u00e4ckerei befindet, wurde zum Hexennest erkoren. Hier wurden n\u00e4rrische Pl\u00e4ne geschmiedet und an Fasnacht dann in die Tat umgesetzt. Adolf Mors wurde dann zum ersten Hexenmeister der Oberuhldinger Hexen ernannt. Im Laufe der Jahre vermehrte sich der n\u00e4rrische Haufen rasch, und so wurde im Jahr 1959 die offizielle Gr\u00fcndung der Hexenzunft vollzogen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach einer alten Sage sollen bereits im Mittelalter Hexen im Mauracher Loch, dem Schilfgebiet am See, ihr Unwesen getrieben haben. Dies nahmen die Hexen als Anlass, sich am 31. Januar 1959 im Mauracher Loch zu eben dieser Gr\u00fcndung zu versammeln. Der neu gew\u00e4hlte Zunftstab setzte sich wie folgt zusammen:<\/p>\n<ul>\n<li>Erich Knobloch (Zunftmeister)<\/li>\n<li>Adolf Mors (Hexenmeister)<\/li>\n<li>Ida Stengele (Hexenmutter)<\/li>\n<li>Kurt Steidle (Hexenvater)<\/li>\n<li>Luise Sauter (Hexenoma)<\/li>\n<\/ul>\n<p>In den Anf\u00e4ngen waren die Hexen noch ein bunt gew\u00fcrfelter Haufen ohne Masken. Zur offiziellen Gr\u00fcndung wurde das H\u00e4s nun einheitlich. Es bestand aus wei\u00dfem Hemd, rotem Mieder, schwarzem Rock, gelber Sch\u00fcrze, rot-wei\u00df geringelten Socken, schwarzen Handschuhen, gr\u00fcnem Kopftuch, Strohschuhen und einer Gummimaske. Jede Hexe hatte einen Besen aus Birken- und Wei\u00dfdornreisig mit Haselnussstiel. Die Besen wurden seit jeher, wie noch heute, in der Zunft selbst gebunden.<\/p>\n<p>Der Zunftmeister wirkte im Hintergrund und war f\u00fcr Kasse, Berichte und sonstige Belange zust\u00e4ndig. Er war gekleidet mit schwarzer Hose, wei\u00dfem Hemd, rotem Umhang und gr\u00fcner M\u00fctze.<\/p>\n<blockquote><p>Das Motto der neu gegr\u00fcndeten Zunft war: \u201eFrohsinn!! &#8211; Sei unser Wappen! Getragen vom Besen auf feurigem Rappen<\/p><\/blockquote>\n<p>Dieses Motto zeigt, dass es stets Bestreben der Zunftmitglieder war, Spa\u00df zu haben und zu verbreiten, ohne anderen Schaden zuzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Zum Zeitpunkt des 20-j\u00e4hrigen Bestehens der Hexenzunft, bestand die Gruppe aus 24 weiblichen, 15 m\u00e4nnlichen und 9 Nachwuchshexen.<\/p>\n<p>Nachdem die Hexen kurzzeitig selbst gebastelte schaurige Pappmaschemasken trugen, wurden diese 1972 durch Polyestermasken, die in der Zunft selbst gefertigt wurden, ersetzt.<\/p>\n<p>Entworfen wurde diese Maske vom Mimmenhauser Kunstmaler Robert Rauch.<\/p>\n<p>1973 wurde Siegfried Gumberger zum Hexenmeister, 1974 Kurt Steidle zum Zunftmeister gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>1979 wurde durch eine Satzungs\u00e4nderung die F\u00fchrungsspitze in der Oberuhldinger Hexenzunft neu formiert:<\/p>\n<p>Zunftmeister: Kurt Steidle; Hexenmeister: Herbert Gro\u00dfhardt; Ausschussmitglieder: Karl-Heinz Barth, Sofie Knobloch, Albert Ley, Erwin M\u00e4der, Hubert Wagner, Siegfried Gumberger(als Verbindungsmann zum Elferrat)<\/p>\n<p>1981 \u00e4nderte sich das Erscheinungsbild indem das wei\u00dfe Hemd durch eine schwarzwei\u00df-karierte Bluse ersetzt wurde. Die Maske bekam \u201eH\u00f6rner\u201c und Hanfz\u00f6pfe.<\/p>\n<p>In einer Satzungs\u00e4nderung wurde nach dem Tod von Kurt Steidle der Zunftmeister abgeschafft, und die Hexen k\u00fcnftig vom Hexenmeister und seinem Stellvertreter gef\u00fchrt, stellvertretender Hexenmeister wurde Hubert Wagner.<\/p>\n<p>1986 wurde Hubert Wagner zum Hexenmeister gew\u00e4hlt. Sein Stellvertreter war bis zum Jahr 1989 Herbert Gro\u00dfhardt. Ihm folgten bis 1993 Klaus Lattner und schlie\u00dflich Helmut Schraivogel.<\/p>\n<p>1993 erhielten die Oberuhldinger Hexen den Namen \u201eStreibehexe\u201c in Anlehnung an ihren Ursprung im Schilf des Mauracher Lochs, wobei Streibe soviel wie Schilf bedeutet.<\/p>\n<p>Die Hexenzunft wuchs stetig und ist bzw. war in allen Bereichen der Oberuhldinger Fasnet aktiver und fester Bestandteil der Narrengesellschaft Oberuhldingen.<\/p>\n<p>Im Jahr 1999, zum 50j\u00e4hrigen Bestehen der Hexen, wurde das H\u00e4s noch einmal grundlegend \u00fcberholt. Dies geschah in einzelnen Schritten \u00fcber mehrere Jahre verteilt, bis es die heutige Form erreichte. Im Jahr des Jubil\u00e4ums 1999 z\u00e4hlte die Zunft 97 aktive und 25 passive Mitglieder.<\/p>\n<p>1999 wurde Holger Stengele zum neuen Hexenmeister und Gisela Neumann zu seiner Vertreterin gew\u00e4hlt. Die urspr\u00fcngliche Satzung wurde noch einmal ge\u00e4ndert und die F\u00fchrung der Streibehexe besteht nun aus Hexenmeister, Stellvertretender Hexenmeister, Schriftf\u00fchrer, Kassier, H\u00e4swart, 4 Beisitzer, 2 Jugendvertreter.<\/p>\n<p>2004 kam Hubert Wagner an der Spitze der Streibehexe zur\u00fcck. Evi Schmidt war seine Stellvertreterin bis 2013, danach [*Name gel\u00f6scht*].<\/p>\n<p>2014 \u00fcbernahm [*Name gel\u00f6scht*] die Aufgabe des Hexenmeisters, Stefanie Keller \u00fcbernahm im Jahr 2015 die Rolle der Stellvertreterin.<\/p>\n<blockquote><p>Im Jahr 2017 entschlo\u00dfen sich die Streibehexen ihre F\u00fchrungsspitze auf ein Dreier-Team umzustellen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Stefanie Keller, Ralf Clae\u00dfens und Marco F\u00f6ll waren die ersten Hexen, die in der neuen Konstellation gleichberechtigt die Gruppe anf\u00fchrten. Um nach au\u00dfen die Kommunikation zu vereinfachen agierte Ralf als Hexenmeister, Stefanie und Marco als stellvertretende Hexenmeister.<\/p>\n<p>Im Jahr 2021 schied Stefanie aus dem Dreier-Team aus und Pascal Senger wurde als Nachfolger gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"https:\/\/ngoberuhldingen.de\/?page_id=42\">Zur\u00fcck<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach den schweren Jahren des Krieges, die schwere Not mit sich brachten, war im Jahr 1949 die Fasnacht offiziell noch verboten. Acht Frauen aber reizte es m\u00e4chtig, mal wieder als \u201eM\u00e4schkerle\u201c durch den Ort zu jucken. Als Hexen verkleidet, fegten sie mit ihren langen Besen durch Oberuhldingen. 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